Versicherung

 

Hundehaftpflichtversicherung – eine Risikobegrenzung von unschätzbarem Wert

Die Zahl der Hunde, die zu den beliebtesten Haustieren zählen, ist in Deutschland auf fünf Millionen angewachsen. Wenn man bedenkt, dass bereits ein kleinerer Hund teure Schäden gegenüber Dritten auslösen kann, ist es nicht nachvollzeihbar, dass nur ungefähr fünfzig Prozent der Hundebesitzer eine Hundehaftpflicht-Versicherung abgeschlossen haben. Die Jahresprämie für die Hundehaftpflichtversicherung liegt im moderaten ein- bis zweistelligen Bereich. Für als gefährlich eingestufte Hunde, die sogenannten „Listenhunde“, ist die Hundehaftpflicht in allen Bundesländern eine Pflichtversicherung und entsprechend teuer. Manche Versicherungsgesellschaften bieten keine Kampfhundehaftpflicht an oder stellen Anforderungen an die Haltung (Maulkorb, Leinenpflicht). Eine Hundehaftpflichtversicherung schützt den Halter vor hohen Schadensummen, die er nur schwer oder gar nicht aufbringen kann. Dazu zählen z.B. die durch seinen Hund verursachten Personenschäden, inklusive möglicher Behandlungskosten und weiterer finanzieller Forderungen des Betroffenen.

Jeder Hund ist ein potenzieller „Schadensverursacher“

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist jeder gegenüber einem Geschädigten zum Schadensersatz verpflichtet. Durch kleinere Tiere, wie z.B. Katzen, Wellensittiche, verursachte Schäden sind durch die Privathaftpflicht- versicherung abgedeckt. Für Hunde sollte man immer eine separate Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen. Fast alle Versicherungen haben die Hundehaftpflichtversicherung mit im Angebot (ab ca. neun bzw. 35 Euro Jahresprämie, mit und ohne Selbstbeteiligung). Versichert sind nicht die Schäden, die dem Halter durch seinen Hund entstehen, sondern die Dritten zugefügten Schäden. Wenn z.B. ein an der Leine geführter Hund neben einer älteren Frau sich unerwartet aufrichtet und laut bellt, kann diese aufgrund einer Angstreaktion stürzen. Die Folgen der Verletzung können dazu führen, dass sie ihren Alltag unter Umständen nur noch mit Haushaltshilfe bewältigen kann. Diese möglicherweise enormen Schadenssummen werden bei entsprechender Deckungssumme von der Hundehaftpflicht übernommen. Andernfalls müsste der Besitzer für diesen Schaden in voller Höhe mit seinem Vermögen haften. Es sollten neben dem Halter auch weitere Personen, die sich um den Hund kümmern, mitversichert sein.

Versicherungsleistungen der Hundehaftpflicht – Auswahl gemäß den individuellen Anforderungen

Die Hundehaftpflichtversicherung übernimmt, die durch den eigenen Hund verursachten Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Außerdem ist der Hund bei einem Aufenthalt im Ausland drei bis neun Monate versichert, entsprechend den Konditionen der jeweiligen Versicherungsgesellschaft. Die Einstufung des Hundes in die verschiedenen Versicherungstarife ist abhängig vom Alter und der Hundrasse, der Anzahl der versicherten Vierbeiner sowie vom Alter des Besitzers. Auch das Arbeitsumfeld des Besitzer (z.B. öffentlicher Dienst bzw. andere Betätigungsfelder) kann eine Rolle spielen. Zu den besonderen Versicherungsleistungen gehören z.B. die Mitversicherung der Welpen bei Hundehaftpflicht für die Hündin und die Teilnahme des Hundes an Hundeschlittenrennen. Die Fälle, in denen die Hundehaftpflichtversicherung einspringen muss, können vielfältig sein. Der Hund kann auf dem Autorücksitz den Gurt zerbeißen, bei einer Party bei Freunden Schuhe zerfetzen oder Personen Schaden zufügen (z.B. durch den Hund verursachte Autounfälle), was schnell eine Schadenshöhe im vierstelligen Bereich generieren kann.

Kampfhunde – ein „rotes Tuch“ für viele Versicherungsgesellschaften

Noch drastischer können die durch Kampfhunde ausgelösten Schäden sein. Wenn z.B. Menschen oder andere Hunde von Kampfhunden gebissen werden, kann dies mit sechs- bis siebenstellige Schadensbeträgen verbunden sein. Bei Kampfhunden, zu denen auch der American Stafford Terrier, der Bull Terrier und der Mastif zählen, sollte die Versicherungssumme für Personen-, Sach-, und Vermögenschäden mindestens drei Millionen Euro betragen. Die Haftpflichttarife für den American Staffordshire Terrier (Listenhund) betragen je nach Versicherungsgesellschaft von ca. 68 bis 181 Euro (fünf Mio. Deckungssumme) und ca. 138 bis 233 Euro (zehn Mio. Deckungssumme). Das Betreuen durch andere Personen sollte unbedingt mitversichert werden. Um im Schadensfall auf die Versicherungsleistungen Anspruch zu haben, sollten die Auflagen der Versicherer zur Risikominimierung (z.B. Maulkorbpflicht) eingehalten werden. Die Hundehaftpflichtversicherung schützt jeden Hundebesitzer davor, die durch seinen Hund verursachten finanziellen Schadensansprüche selbst tragen zu müssen. Diese Tierhalter-Haftpflichtversicherung ist eine Risikobegrenzung, die jedem Hundehalter wärmstens zu empfehlen ist.